Unternehmen, die den ständigen globalen Stillstand aufgrund von Covid 19 überlebt haben oder sogar in dieser Zeit florieren konnten, haben dies in hohem Maße der stabilen Führung durch ihre CIOs zu verdanken. Egal ob es darum ging, die ganze Belegschaft ins Homeoffice zu schicken, Infrastrukturen für die Bewältigung extrem gestiegener Website-Besuche oder Produktbestellungen fit zu machen oder Systeme an Veränderungen in der Verbrauchernachfrage und an die Anforderungen einer digitalen Kundenbindung anzupassen – überall war die kritische Rolle des CIO für jeden klar erkennbar.

Mike McNamara, Executive VP und CIO von Target CorpDies, hat dies gut zusammengefasst, als er erzählte, wie „das IT-Team unseres Unternehmens 15.000 Mitarbeiter im Homeoffice einrichtete. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen explosionsartig gestiegene Online-Umsätze mit einer Steigerung von 282 % gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Aus technologischer Perspektive erlangte die Systemstabilität zentrale Bedeutung.“

Ebenfalls zentral für den Erfolg einer Marke in Zeiten des Wandels ist jedoch die Anforderung an CIOs und CMOs, ihre gemeinsame Verantwortung für Kundenerlebnis-Initiativen (CX) zu formalisieren. Auch wenn es von kritischer Bedeutung ist, die steigende Nachfrage nach einer Website zu erfüllen, gilt es doch auch, die übergreifende CX-Strategie immer im Blick zu halten.

In seinem Vortrag auf dem  Sitecore Symposium 2020 warnte Yousif Khan, Partner bei Ridge Ventures und langjähriger CIO, dass „die Abstimmung zwischen dem CIO und dem CMO auf strategischer Ebene entscheidend ist. Unterschätzen Sie nicht die gegenseitigen Abhängigkeiten. Die IT muss die Unternehmensziele der Marketingabteilung verstehen, damit sie helfen kann, Lösungen zu integrieren und Anforderungen besser zu unterstützen.“

Eine solche gegenseitige Abhängigkeit ist die Marketingtechnologie. Nahezu alle Unternehmen benötigen heute ein Content-Management-System (CMS). Um ihre zentrale Webpräsenz zu unterhalten, die interne und externe Kommunikation zu managen und immer komplexere Martech Stacks zu integrieren, benötigen die meisten mittleren bis großen Unternehmen eine offene, erweiterbare und interoperable Digital-Experience-Plattform (DXP).

Ganz gleich, ob CMS oder DXP: Beide Lösungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Ressourcen und Infrastruktur der IT und die jeweiligen praktischen Gegebenheiten spielen eine große Rolle.

Als CIO ist es wichtig, eine gemeinsame Basis mit Ihrem CMO zu finden. Dazu braucht es Lösungen, die die Bedürfnisse des Marketings erfüllen, die sich gut mit anderen Lösung aus dem Stack Ihres Unternehmens integrieren lassen und reibungslos mit diesen zusammenarbeiten, die sicher sind und – immer wichtiger – die sich auch in die kurz- und langfristige Cloud-Computing-Strategie Ihres Unternehmens einfügen.

Die Hybrid Cloud wird Normalität

Mit ihrem Mangel an robusten Analyse- und Automatisierungsmöglichkeiten und sonstigen fehlenden kritischen Tools behindern die im Unternehmen bestehende Alttechnologien häufig die Effektivität seines Marketings. Außerdem können sie das Innovationstempo der IT signifikant bremsen. Ob es darum geht, der IT kontinuierliche Deployments und kontinuierliche Integration zu ermöglichen, oder darum, dem Marketing die Vorteile von KI-getriebenen Insights zu ermöglichen: Cloudbasierte Lösungen werden zunehmend zur neuen Norm. Laut eines Bericht des Consulting-Unternehmens Deloitte vom März 2020 „werden bis zum Jahr 2022 mehr als 90 % aller Großunternehmen weltweit auf eine Hybrid Cloud zurückgreifen.“

Obgleich so gut wie alle Unternehmen (94 %) mit ihrem Umzug in die Cloud begonnen haben, besitzen die meisten doch nach wie vor noch einige alte physikalische Lösungen vor Ort – und werden diesen Mix voraussichtlich auch noch einige Zeit beibehalten. Die Herausforderung besteht darin, eine Cloud-Strategie zu entwickeln, die einerseits mit der Realität von heute kompatibel ist, jedoch andererseits in der Lage ist, sich auch an die Anforderungen der Zukunft anzupassen. Und wenn dieses Jahr etwas gezeigt hat, dann ist es, dass die Zukunft schneller kommen kann, als wir uns wünschen.

Unternehmen, die bestimmte geschäftskritische Anwendungen auf ihrem eigenen Firmengelände betrieben, wurden vom Lockdown signifikant beeinträchtigt. Auf der anderen Seite waren „Unternehmen, die die Grundlagen für Cloud, Agilität und strategische Partnerschaften gelegt hatten, vorbereitet, um mit digitalen Lösungen zu reagieren“, was nach Einschätzung von Forrester „kritisch für den Erfolg von Kunden und Unternehmen“ war.

Unternehmen aus sämtlichen Branchen scheinen zunehmend die Bedeutung der Cloud zu erkennen. Dies erklärt Charles Bell, Regional VP of Sales Engineering bei Sitecore, so:

In vielen unserer Gespräche mit Kunden über das vergangene Jahr hat sich eine Verlagerung der Priorität einer Migration in die Cloud gezeigt. War die Cloud früher häufig eher eine Nebenüberlegung im Rahmen einer breiteren Strategie zur Einführung einer Digital-Experience-Plattform, so ist sie heute eine zentrale treibende Kraft.

Sichere Speicherung in der Cloud – die Minderung von Risiken

Eine strategisch durchdachte und gut umgesetzte Einführung von Cloud Computing kann eine höhere Agilität ermöglichen und macht Ihr Unternehmen damit resilienter. Außerdem lassen sich damit Ausfallzeiten reduzieren und die Sicherheit einfacher managen, Anforderungen, die 44 % der Zeit von CIOs in Anspruch nehmen.

Laut McKinsey „werden Unternehmen bis zum Jahr 2030 schätzungsweise 650 Milliarden US-Dollar aufgrund von Systemausfällen und Sicherheitsverletzungen verlieren. Durch ihre widerstandsfähige Architektur könnte die Cloud die Ausfallzeiten um etwa 57 % reduzieren, was eine Senkung der Kosten durch Sicherheitslücken um 26 % bedeutet.“

Aufgrund der neuen Wirklichkeit der Homeoffices sind die IT -Abteilungen sogar noch stärker auf Sicherheit und Datenschutz konzentriert. Nach Einschätzung von Gartner haben sich die größten Sorgen von IT-Abteilungen im Jahr 2020 noch verschärft, und zu diesen zählen heute „die Bewertung von Richtlinien und Werkzeugen für Fernzugriffe, die Migration von Datenzentren und SaaS-Anwendungen in die Cloud sowie die Sicherung der Digitalisierungsanstrengungen mit dem Ziel der Minimierung von persönlichen Eingriffen“.

Cloud-Plattformen sind speziell darauf ausgelegt, Daten jederzeit sicher und gesetzeskonform zu behandeln. Ein lokal installiertes Datencenter wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht über die Kontrollmöglichkeiten und Fähigkeiten eines großen Cloud-Service-Providers verfügen.

Die sichere Speicherung in der Cloud ist so vertrauenswürdig, dass Gartner bereits prognostiziert, das bis zum Jahr 2025 ganze 99 % aller Sicherheitsverletzungen auf Fehler des Anwenders (mit anderen Worten: des Kunden) zurückgehen werden, nicht des Providers. McKinsey Digital kommt zu demselben Schluss: Die Sicherheit der Cloud ist nicht das Problem – jedoch müssen Unternehmen die richtigen Maßnahmen ergreifen, um Schwachpunkte zu beheben, beispielsweise durch Einführung eines DevSecOps-Betriebsmodells, bei dem die Sicherheit ein zentraler Aspekt jedes einzelnen Entwicklungsprojekts ist, sowie durch Nutzung automatisierter anstelle von manueller Sicherheitskontrollen.

Und schließlich ist da das Thema, wie Sie mit Ihren Daten umgehen, und das heißt in aller Regel: mit Kundendaten. Angesichts der strengen Anforderungen der Sicherheits-Compliance finden es viele Unternehmen einfacher, ihre Daten in der Cloud zu speichern – in dem Vertrauen, dass durch die Millionen von Dollar, die Cloud-Provider jedes Jahr in ihre Sicherheit investieren (ganz abgesehen davon, dass auch deren ganzes Geschäftsmodell davon abhängt), diese voraussichtlich der Aufgabe eher gewachsen sind als ihre wesentlich kleineren internen IT-Abteilungen.

Bessere Kundenerlebnisse, und das schneller – für Teams wie Kunden

Neben der Weiterentwicklung der Cloud haben Lösungsanbieter auch zentrale Technologien verbessert und ihre Portfolios erweitert. Aufbauend auf dem Fundament eines CMS, bietet eine Digital- Experience-Plattform (DXP) ein umfassendes Paket aus Werkzeugen für die Bindung von Kunden und Mitarbeitern in der Digital-First-Welt von heute. Und, sagt Howard Kim, Global VP von Cloud Solutions bei Sitecore, die Cloud spielt dabei eine entscheidende Rolle:

Der Erfolg von Sitecore als DXP wurzelt in der Fähigkeit dieser Plattform, Unternehmen mit ihren Kunden zu verbinden. Doch was manchmal übersehen wird, ist die technische Architektur der Plattform – mit ihrer ganz bewusst eingebauten Flexibilität und Erweiterbarkeit für die gewaltige Vielfalt unterschiedlicher Unternehmensanforderungen. Die Cloud ist der Schlüssel, um diese Flexibilität und Erweiterbarkeit in unseren neuen, globalen und digitalen Markt zu tragen. Durch Nutzung des Sitecore Cloud-Angebots aus Best Practices und erstklassiger Erfahrung in der Implementierung können sich IT-Führungskräfte von Anfang an auf ihre spezifischen Aufgaben konzentrieren, ohne das Rad neu erfinden zu müssen.

Sitecore betreut weltweit Hunderte von Cloud-Kunden aus verschiedensten Geschäftsfeldern, von denen viele als führend im CX-Bereich gelten. Beispiele sind etwa die hybride Strategie des Krankenversicherers Bupa, dank der die sehr stark frequentierte App des Unternehmens sicher betrieben werden kann, oder die Managed Cloud des Microsoft Partner Network, durch die das Tempo sowohl bei der Bereitstellung von Content als auch der Nutzung neuer Technologien deutlich erhöht wird. Diese Unternehmen halten Schritt mit den sich verändernden Anforderungen und Verhaltensweisen der Verbraucher, indem sie ihre IT von einem Teil ihrer hohen funktionalen Anforderungen befreien.

General Mills ist ein Konzern mit über 300 Websites weltweit und bietet ein weiteres starkes Beispiel. Allein zwei seiner Websites, nämlich für die Marken Betty Crocker und Pillsbury, generieren 200 Millionen Besuche pro Jahr und machen General Mills damit zum fünftgrößten Publisher rund um das Thema Lebensmittel in den USA. Durch Outsourcing des Hostings und seiner Services kann sich das Marketingteam von General Mills heute ganz darauf konzentrieren, innovative Wege zu finden, um mit den Verbrauchern in Kontakt zu treten und für diese „Momente, die zählen“ zu schaffen.

Machen Sie Ihre Technologieinvestitionen zukunftssicher

Ein entscheidender Teil der Aufgabe des Marketings besteht darin, kreativ und sofort auf sich verändernde Kundenerwartungen und andere Marktdynamiken zu reagieren. Agil zu sein und den Vorteil eines First Movers zu gewinnen kann ausschlaggebend für den Erfolg sein.

Doch wie sehr sich die Erwartungen der Kunden auch verändern, es gibt doch nach wie vor kritische Konstanten wie hohe Performanz, Datensicherheit und der Bedarf nach Analysen und Data Mining für detaillierte Insights. Dies sind Faktoren, die die IT mit ihren Entscheidungen beeinflussen kann.

Angesichts so vieler schneller Veränderungen im Betrieb von Unternehmen, ganz besonders im Marketing, ist es nur eine Frage der Zeit, bevor Sie eine weitere Funktionalität hinzufügen müssen, die über dem ursprünglichen Leistungsumfang hinausgeht. Durch eine Lösung in der Cloud wird dieser Prozess viel weniger mühsam, denn Sie ergänzen oder aktualisieren lediglich Ressourcen innerhalb eines bereits bestehenden Frameworks.

Der Wechsel zu einer Cloud-First-Strategie ist also auch eine Möglichkeit, Ihre Investitionen zukunftssicher zu machen. Ein Beispiel hierfür ist die Minimierung teurer „Rip-and-Replace"- Zyklen – also der Komplettaustausch von System, der sich manches Mal anfühlt wie zwei Schritte zurückzugehen, um einen voranzukommen.

Aus diesem Grund entschied sich die American Heart Association (AHA) für den Wechsel in die Cloud, als eine Aktualisierung ihrer Website für die Förderung von ehrenamtlichen Tätigkeiten, Spenden und Unterstützung anstand: „ wir haben das jahrelang so gemacht: Infrastruktur neu gekauft, ausgebessert und verwaltet. Wir wollten aus dieser Sache raus,“ erklärt Todd LaCocq, Director of Digital Solutions bei der AHA: „Die Cloud bietet uns diesen Vorteil.“

Das Gesamtbild – 1 Billiarde USD

Jeder Branche durchlebt derzeit beispiellose Veränderungen, die sich häufig auf betriebliche Prozesse auswirken. Doch manche Unternehmen erleben eine noch größere Metamorphose als andere. Wie KPMG berichtet, arbeiten lediglich 26 % der Unternehmen derzeit im Modus „mit leichten Änderungen, aber wie gewohnt“, das bedeutet: Die große Mehrheit muss im Zuge der Pandemie zu einem gewissen Grad eine Transformation bewältigen.

Was auch immer die Zukunft bringt, ein zunehmend wichtiger Teil Ihrer Rolle als CIO besteht darin, Ihr Unternehmens in die nächste Phase der Cloud-Reife zu führen – dem souveränen, smarten Umgang mit der Cloud. Laut einer neuen Studie von McKinsey geht es für Unternehmen, die die Cloud einführen, von heute bis 2030 um 1 Milliarde USD.

Dabei verortet McKinsey die Wertschöpfung entlang von drei Spektren — Regeneration, Innovation und Pionierarbeit —, wobei die größten Vorteile aus der Optimierung der IT-Kosten, der Senkung von Risiken und innovativen betrieblichen Prozessen resultieren. Die Studie zeigt auf, wie Maersk, ein weiterer Sitecore Kunde, die Cloud für sich nutzte und ein neues IT- Betriebsmodell umsetzte, „mit dem neue Ressourcen zur Hälfte der Kosten einer lokalen Installation ausgebaut werden können“.

Die notwendigen Veränderungen zu unternehmen, um für Ihr Unternehmen eine erfolgreiche Cloud-First-Strategie umzusetzen, ist nicht einfach. Doch es ist notwendig für die langfristigere Resilienz und wird für Ihr Unternehmen in Zukunft extrem wertvoll sein.

Dazu sind einige entscheidende Partnerschaften notwendig. Eine gemeinsame Basis mit Ihrem CMO in Bezug auf die CX-Bereitstellung und Technologien, die das Unternehmen als Ganzes nach vorne bringen, ist dabei ein sehr guter Ausgangspunkt. Wir haben erlebt, wie unsere Kunden durch die folgenden Maßnahmen Erfolge erzielten:

  • Die Festlegung klarer und ehrgeiziger Ziele
  • Die Definition von Anwendungsfällen
  • Die Investition in cloudbasierte Plattformen
  • Die Einführung von cloud-orientierten Arbeitsmethoden (Beispielsweise agile Methoden)

Eine cloudbasierte DXP könnte bei diesen Bemühungen eine wesentliche Rolle spielen. Ob Sie Ihre DXP-Lösung in der Cloud selbst verwalten möchten oder Sitecore auch die gesamte Verwaltung für Sie übernehmen soll – Sie haben die Wahl aus verschiedenen Optionen. Wenn Sie mehr über eine Partnerschaft mit Sitecore zur Förderung Ihrer Unternehmensziele erfahren möchten – und über die Einbindung eines DXP in Ihre Cloud-Strategie, klicken Sie bitte hier.

Tom De Ridder ist CTO bei Sitecore und leitet die für die zukunftsorientierten Technologielösungen von Sitecore verantwortlichen Teams. Sein Schwerpunkt sind Produkte, die Sitecore helfen, seine klare Innovationsführerschaft im Markt zu behalten.