Dank der Weihnachtszeit sind die Einzelhandelsumsätze im vierten Quartal in der Regel die besten des Jahres. Viele Marken und Einzelhändler sind jedoch unsicher, welche Erwartungen sie an die letzten Monaten von 2022 stellen können. Könnten Bedenken über die wachsende Inflation und die steigenden Lebenshaltungskosten dazu führen, dass die Verbraucher:innen weniger ausgeben? Wenn ja, gibt es Möglichkeiten, wie Einzelhändler den Schlag abschwächen und gleichzeitig ihre Gewinnmargen schützen können?

2. Trendbericht zur Weihnachtssaison von Sitecore

Um diese Fragen zu beantworten, hat Sitecore vor kurzem Verbraucher:innen auf der ganzen Welt zu ihren Kauf- und Ausgabenplanungen für die kommenden Feiertage befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Finanzierbarkeit für die Verbraucher:innen in diesem Jahr in der Tat an erster Stelle steht. Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass viele Verbraucher:innen ihre Prioritäten neu ausrichten. Das gibt Hinweise auf mögliche Schritte, mit denen Einzelhändler effektiv auf veränderte Verhaltensweisen und Präferenzen der Verbraucher:innen reagieren können.

Hier folgt eine Übersicht über die wichtigsten Ergebnisse unseres zweiten Trendberichts zur Weihnachtssaison:

Die Verbraucher:innen machen sich Sorgen über die Finanzierbarkeit. Etwa ein Viertel der von uns befragten US-Amerikaner (22 %) gab an, dass sie in dieser Weihnachtszeit weniger für Geschenke ausgeben werden. Zwei Fünftel der befragten Briten gaben an, dass es die Weihnachtszeit insgesamt ruinieren würde, wenn man sich dieses Jahr kein Fest leisten könnte.

Als Reaktion auf knappe Budgets verschieben die Verbraucher:innen ihre Prioritäten. Die meisten Befragten in Frankreich (72 %) gaben an, in diesem Jahr nur Geschenke für die Kinder zu kaufen. In den USA gaben jüngere Käufer:innen an, kreativ zu werden und sogar Dinge aufzugeben, auf die sie verzichten können – wie Netflix (30 % der Generation Z; 21 % der Millennials) oder auswärts essen zu gehen (40 % der Generation Z; 42 % der Millennials). Etwa jeder fünfte Befragte gab an, in diesem Jahr Besitz zu verkaufen (15 %), ein Geschenk weiterzuverschenken (17 %) oder einen anderen Job zu übernehmen oder länger zu arbeiten (17 %), um sich Weihnachtseinkäufe zu leisten.

Dennoch bleiben einige Punkte auf der „Must have“-Liste. Die Befragten unserer Umfrage in Großbritannien gaben an, dass sie bei bestimmten Punkten zu Weihnachten keine Abstriche machen werden. Zu diesen „Must-haves“ gehören Geschenke für ihre Kinder (58 %), Alkohol (47 %), eine Pute (44 %) und Zeit mit der Familie (44 %).

Die Verbraucher:innen kaufen lieber online ein. Trotz der Lockerungen beim stationären Handel plant nur ein Viertel der Befragten in den USA (22 %), im Geschäft einzukaufen. Stattdessen sagten sie, dass sie am liebsten online einkaufen, hauptsächlich wegen des Komforts und der Attraktivität von guten Angeboten. Und wenn die Preise wettbewerbsfähig sind, würden diese Käufer:innen einem „bewussteren Einkaufsverhalten“ den Vorrang geben, indem sie Produkte aus den USA (71 %), bei kleinen Unternehmen (74 %) und bei Unternehmen, die von Angehörigen von Minderheiten betrieben werden (71 %), einkaufen.

Chancen für Marken und Marketer

Die Studeniergebnisse sind ein Weckruf für Marketer und Marken, die ihre Weihnachtskampagnen starten und optimieren. Sie unterstreichen, wie wichtig es geworden ist, personalisierte Inhalte, Angebote und Erlebnisse zu schaffen, die die Kund:innen ansprechen und ihr Vertrauen gewinnen, besonders in dieser akuten Finanzkrise.

Natürlich ist auch der Preis der Produkte wichtig, um dem wirtschaftlichen Druck Rechnung zu tragen und sich weiter an die sich verändernden Verbraucherpräferenzen anzupassen. Auch wenn das Online-Shopping nach wie vor dominiert, ist Weihnachten ein echtes Omnichannel-Erlebnis. Die Einzelhandelsunternehmen müssen daher sicherstellen, dass die Customer Journey sowohl online als auch in den Geschäften integriert ist. Zu diesem Zweck ergab unsere Untersuchung, dass jede:r vierte Verbraucher:in erweiterte Öffnungszeiten zu schätzen weiß, um den Menschenmassen zu entgehen, und dass es auch hilfreich wäre, mehr Online-Lieferslots zur Verfügung zu stellen.

Sitecore hat diese Studie zum zweiten Mal in Auftrag gegeben, um Marken und Einzelhändlern Informationen über die Einstellung der Verbraucher:innen vor der Weihnachtszeit zu geben, damit sie sich besser auf das goldene Quartal vorbereiten können.

Laden Sie die vollständigen Berichte herunter und erfahren Sie mehr über die aktuellen Verbrauchertrends:

USA
GROSSBRITANNIEN
Frankreich
Deutschland
Australien 

Paige O’Neill ist Chief Marketing Officer von Sitecore. Vernetzen Sie sich mit ihr auf LinkedIn.