Die Einrichtung eines Content Hub ist nicht nur eine finanzielle Entscheidung. Vielmehr gehen damit systemische Veränderungen hinsichtlich der Kultur und Workflows einher, die positiven Einfluss auf alle Bereiche Ihres Unternehmens haben, solange alle mit an Bord sind.

Da nur 46 % der Unternehmen ihre Entscheidungen über CX-Technologien auf der Grundlage einer abgestimmten Strategie treffen, ist es für das Wohlergehen Ihrer Marke und ihrer Content-Strategie von entscheidender Bedeutung, dass Ihre Geschäftsleitung den Einsatz eines Marketing Content Hub in Ihrem Unternehmen unterstützt.

Wenn es darum geht, die Zustimmung der Geschäftsleitung zu gewinnen, geht es weniger darum, die Unternehmensführung davon zu überzeugen, ein Budget bereitzustellen, sondern vielmehr darum, sie über die Vorteile aufzuklären, die ein Content Hub abteilungsübergreifend für Ihr Unternehmen bringt. Schließlich wird jede Abteilung den ROI unterschiedlich messen und ein Content Hub ermöglicht es Unternehmen, den ROI in mehreren Bereichen zu realisieren , einschließlich der Content-Produktion, der Nutzererfahrung im Team und des Lifetime Value von Kund:innen.

In diesem Blog stellen wir Ihnen sechs Schritte vor, mit denen Sie die Zustimmung der Geschäftsleitung für einen Content Hub gewinnen können. Schauen wir uns nun erstmal die Definition eines Content Hub an, bevor wir uns mit den Taktiken beschäftigen.

Was ist ein Content Hub (und warum brauchen Unternehmen einen)?

Ein Content Hub ist eine End-to-End-Lösung, die alle digitalen Assets und sonstigen Inhalte Ihres Unternehmens in einem einzigen System zusammenfasst. Als zentrales Repository vereint es die Planung, Terminierung und Organisation der Content-Produktion und bietet einen vollständigen Überblick über all Ihre Content-Assets.

Auf dem Weg ins Jahr 2022 kann der strategische Wert eines Content Hubs gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sowohl B2B- als auch B2C-Umgebungen erfordern heute komplexe Content-Strategien zur Unterstützung der Personalisierung, der flexiblen Verteilung über mehrere Standorte mit Markenkonsistenz und nahtlosen Omnichannel-Erlebnissen.

Diese externen Vorgaben stellen enorme Anforderungen an die Marketingteams, um unvergessliche Erlebnisse zu schaffen, die durch Inhalte an allen Touchpoints, einschließlich Websites, sozialen Medien, mobilen Anwendungen und IoT-verbundenen Geräten, unterstützt werden.

Da die Nachfrage nach immer mehr Content über die wachsende Zahl digitaler Kanäle steigt, brauchen Marketer eine Möglichkeit, ihre Content-Assets effizient zu erstellen und zu verwalten und die Bereitstellung von Erlebnissen zu realisieren, oder sie riskieren, ihre Zielgruppe an die Konkurrenz zu verlieren.

Unternehmen brauchen auch ein Content Hub, um die Kosten zu senken, die durch die Duplizierung von Content und eine ineffiziente Content-Produktion entstehen. Gleichzeitig können sie die Reichweite ihrer Inhalte erhöhen und die Prozesse für ihre Marketer und Entwickler:innen vereinfachen.

Digital-Asset-Management-Systeme (DAM) bieten eine gewisse Unterstützung, aber die Speicherung von Assets ist nur einer von vielen Anwendungsfällen, die ein Content Hub während des gesamten Lebenszyklus von Inhalten löst.

Sechs Schritte, um die Zustimmung der Geschäftsleitung für ein Content Hub zu erhalten

1. Bewerten Sie den aktuellen Zustand Ihrer Marke

Da sich die Customer Experience (CX) in den letzten Jahren sehr dynamisch weiterentwickelt hat, haben sich die Verbrauchererwartungen mit entwickelt. Laut einer Studie sehen 90 % der Unternehmen CX als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb. Bevor Sie sich auf den Weg zu einem Content Hub machen, müssen Sie die aktuelle Customer Experience Ihrer Marke richtig und ehrlich bewerten.

Bestimmen Sie, welche Bereiche Ihres Unternehmens Sie mit einem Content Hub am meisten verbessern können, und nutzen Sie diese Bereiche, um Ihre Strategie zu steuern.

Gehen Sie zum Beispiel folgenden Fragen nach wie: Ist Ihr Marketingteam in der Lage, Content zu konzipieren, zu produzieren und zu veröffentlichen, während gleichzeitig das Unternehmen wächst und Kampagnenpläne eingehalten werden müssen? Können Sie Inhalte derzeit kanal- und geräteübergreifend personalisieren? Ist Ihr Team in Bezug auf die Content-Strategie und die Personalisierungsziele für die nächsten 12 Monate voll und ganz auf einer Linie?

Machen Sie eine Bestandsaufnahme und ermitteln Sie, wie sich Ihre Customer Experience auf die Konversionen auswirkt. Ihr Evaluierungsprozess sollte die Auswertung Ihrer Net Promoter Scores (NPS), die Bestimmung, wie sehr sich die Kund:innen mit Ihren Inhalten beschäftigen, wie gut jeder Inhalt konvertiert und die Ermittlung des ROI für die Inhalte Ihrer Marke umfassen. Schließlich sind auch das Engagement und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden entscheidend, denn sie sind es, die die von den Kund:innen geforderten Inhalte erstellen.

2. Problembereiche hervorheben

Wenn es um Inhalte geht, führt ein Problembereich fast immer zu einem Engpass. Ein Content-Engpass ist eine Lücke zwischen der Nachfrage der Verbraucher:innen nach Content und der Fähigkeit des Marketingteams, diese zu liefern. Wenn Sie nicht herausfinden, wo Ihre Engpässe bei den Inhalten liegen, riskieren Sie, dass die Erstellung und Verteilung von Inhalten und die Gesamtleistung des digitalen Angebots Ihrer Marke verlangsamt werden.

Ein Engpass kann so offensichtlich sein wie die Zeit, die Mitarbeitende benötigen, um vorhandene Inhalte und digitale Assets zu finden. Wenn Sie nicht über einen Content Hub verfügen, der als einzige Quelle der Wahrheit dient, kann dies aufgrund von technologischen Silos zur Duplizierung von Inhalten in verschiedenen Repositories führen. Wenn die Content-Produktionsteams oder Teammitglieder nicht aufeinander abgestimmt sind, kann dies die Markteinführung verzögern.

Zeigen Sie, wie ein Content Hub Ihre organisatorischen Silos auflösen kann. Diese entstehen, wenn verschiedene Abteilungen innerhalb Ihres Unternehmens nicht richtig miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können. Technologische Silos entstehen, wenn Personen innerhalb einer Organisation nicht über die erforderlichen Tools und Ressourcen verfügen, um ihre Aufgaben effektiv zu erfüllen.

Mehr erfahren: So erkennen und lösen Sie die Barrieren in Ihren Content-Prozessen

3. Entwerfen Sie ein Bild von der idealen digitalen Zukunft Ihrer Marke

Die digitale Zukunft Ihrer Marke hängt nicht nur von Ihren Zielen, sondern auch von Ihrem Ausgangspunkt ab. Nachdem Sie den aktuellen CX-Status Ihrer Marke bewertet haben, beurteilen Sie, ob Sie auf dem richtigen Weg sind, Ihre Ziele zu erreichen.

Für viele Unternehmen werden diese Ziele eine Form der digitalen Transformation beinhalten. Zeigen Sie auf, wie ein Content Hub Ihre Journey unterstützt:

  • Organisatorische Ausrichtung: Ein Content Hub kann Fehlausrichtungen im Team beheben, indem er Silos aufbricht und dafür sorgt, dass IT und Marketing an einem Strang ziehen.
  • Optimierte und verbesserte Integrationen: Indem Sie die Prozesse, Technologien, Ressourcen und Partnerschaften identifizieren, die für das Wachstum Ihrer Marke erforderlich sind, können Sie einen Weg in eine ideale digitale Zukunft ebnen, indem Sie einen Content Hub nutzen, um all dies mit nahtloser Integration zu ermöglichen.
  • Ein verbessertes digitales Erlebnis: Da die Nachfrage nach Content steigt, wird der Aufbau eines Omnichannel-Erlebnisses für die meisten digitalen Unternehmen im Vordergrund stehen. Ein Content Hub bietet Ihnen die Möglichkeit, Inhalte in großem Umfang über mehrere Kanäle für Ihre verschiedenen Produkte und Personas zu produzieren, die sich auf ihrer Customer Journey befinden.

4. Entwickeln Sie Anwendungsfälle, die den Wert des Content Hubs veranschaulichen

Sobald Sie Ihre ideale digitale Zukunft festgelegt haben, ist es wichtig, konkrete taktische Beispiele oder Anwendungsfälle zu nennen, um zu zeigen, wie ein Content Hub Ihnen helfen kann, die von Ihnen festgelegten Ziele zu erreichen.

Wenn Sie beispielsweise ein Ziel haben, das auf die Verbesserung des digitalen Erlebnisses ausgerichtet ist, können Sie argumentieren, dass ein Content Hub die Qualität der Inhalte durch bessere Prozesse, schnellere Prüfungen und leichter zugängliche Inhalte und Markenrichtlinien verbessern kann. Dies kann zu kürzeren Markteinführungszeiten führen, da weniger Inhalte dupliziert und Inhaltssilos beseitigt werden.

Zeigen Sie, wie ein strukturierter Ansatz für die Content-Produktion und eine Straffung der Marketingaktivitäten zu einer besseren Transparenz der Kreativ- und Asset-Supply Chain führen kann, wenn die Content-Produktion zunimmt und mehr Kanäle genutzt werden.

Die verstärkte Zusammenarbeit durch einen Content Hub kann nicht nur für die Marke, sondern auch für das Team neue Wege der Kommunikation eröffnen und letztlich die Fluktuation von Mitarbeitenden verringern. Darüber hinaus erleichtert die verbesserte Rückverfolgbarkeit des Content Hub es Marken, ihre Inhalte und digitalen Assets zu prüfen, um sie effizienter wiederzuverwenden.

5. Bye-bye Budgetbedenken

Die Bereitstellung eines Content Hub erfordert Investitionen. Und die Mitglieder der Geschäftsleitung mögen den Vorteilen eines Content Hub skeptisch gegenüberstehen, zumal laut Gartner fast 60 % der Marketingleitungen planen, ihre Martech-Budgets im kommenden Jahr zu kürzen. Zeigen Sie Ihrem Führungsteam, dass ein Content Hub eine ROI-positive Investition ist.

Ohne Content Hub werden Sie wahrscheinlich mehr ausgeben, da Lösungen isoliert sind und die Schulung von Mitarbeitenden in anderen Systemen zur Verwaltung des Content-Prozesses ineffizient ist. Viele Marken leiden unter verstreuten Inhalten, einem Mangel an angemessener Zusammenarbeit sowie Herausforderungen bei der Bereitstellung von Omnichannel-Erlebnissen und der Skalierung.

Ein Content Hub kann dabei helfen, die Personalisierung und das Experience Management voranzutreiben, eine agile Content-Strategie zu entwickeln und Omnichannel-Erlebnisse zu schaffen, indem er den Mitarbeitenden die Technologie und die Workflows bereitstellt, die sie benötigen.

Und da viele Unternehmen und Einzelpersonen auf Remote-Arbeit umgestiegen sind, vereinfacht ein Content Hub die Arbeit. Laut einer PwC-Umfrage aus dem Jahr 2020 gehen 30 % der Geschäftsleitungen davon aus, dass sie aufgrund der Telearbeit weniger Büroräume benötigen werden, während 55 % sich darauf vorbereiten, ihren Mitarbeitenden einen Tag pro Woche für die Arbeit von zu Hause aus anzubieten. Der zentralisierte Workflow mit einem Content Hub hilft, Remote- Arbeit zu erleichtern und gleichzeitig eine maximale Zusammenarbeit zu gewährleisten.

6. Gemeinsam geht es besser

Konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten geschäftlichen Erfordernisse, die für Entscheidungstragende auf Geschäftsführungsebene im Vordergrund stehen. Das Ziel sollte sein, Ihre CMOs zu überzeugen, damit sie das Gespräch mit CIOs und dann den CEOs führen.

Für CMOs sollten sich die Gespräche darauf konzentrieren, dass die Kennzahlen für die Zielgruppe durch schnellere Marketingkampagnen positiv beeinflusst werden, dass Marketer in der Lage sind, Inhalte eigenständig zu veröffentlichen und zu bearbeiten, und schlussendlich ein effizienteres Marketingteam am Start ist, das seine Inhalte organisiert hat. All diese Vorteile sorgen zusammen für ein besseres digitales Erlebnis für Kund:innen, was zu höheren Konversionsraten führt. Ein Content Hub kann abteilungsübergreifend zum Katalysator für Veränderungen werden.

Für CIOs können sich Ihre Argumente um die APIs drehen, die einen Content Hub so nützlich für Entwickler:innen machen, die die von ihnen verwendeten Frameworks miteinander kombinieren möchten. Außerdem entlasten sie die Entwickler von ständigen Marketinganfragen. Da es sich bei einem Content Hub um eine Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung handelt, entfällt die Notwendigkeit, die Infrastruktur oder Upgrades zu verwalten. Durch die Verbindung mit APIs werden außerdem die Kosten und der Schulungsaufwand für mehrere Martech-Softwarekomponenten reduziert und stattdessen die Architektur für eine einfache Integration in Ihren bestehenden Martech Stack bereitgestellt.

Darüber hinaus werden CIOs froh sein, wenn sie ihr Team von der Last befreien können, die Infrastruktur zu verwalten, Upgrades zu navigieren und mehrere Tools in ihren Martech Stack zu integrieren.

Wenn Sie Ihre Verbündeten gefunden haben und die CEOs überzeugen wollen, sollten Sie sich auf die Kosteneinsparungen konzentrieren, die ein Content Hub bieten kann.

Erstellen Sie einen ganzheitlichen Business Case, um die Zustimmung der Unternehmensleitung zu gewinnen.

Die meisten zukunftsorientierten Marken sind auf dem Weg, die Content-Produktion zu optimieren und den Marketern die Werkzeuge und Freiheiten an die Hand zu geben, die sie brauchen, um schnell und unabhängig an den Markt zu gehen.

Wenn Sie die sechs oben genannten Schritte kombinieren, können Sie für jedes Mitglied der Führungsetage einen ganzheitlichen Business Case erstellen und zeigen, dass ein Content Hub diese Journey reibungsloser gestalten wird.  

Ein Content Hub verfügt über die Funktionalität, die CEOs, COOs und CFOs zufriedenstellt, wenn es darum geht, Kosten zu senken. Ebenso werden CTOs, CIOs und CMOs am meisten von den täglichen Verbesserungen der Workflows bei der Content-Produktion, der Beseitigung von Silos sowie von der erhöhten Flexibilität aufgrund einer API-basierten Architektur und mehreren Optionen für die Veröffentlichung von Content profitieren.

Die gute Nachricht ist, dass Sie keine kurzfristigen Argumente anführen müssen, nur um die für die Einrichtung Ihres Content Hub erforderlichen Investitionen zu sichern. Im Gegenteil: Eine starke Content Hub-Lösung trägt zu einer langfristigen Ausrichtung Ihres Unternehmens und anderer Content-Partner bei.

Um ihren Content und ihr Unternehmen voranzubringen, wenden sich immer mehr Unternehmen dem Sitecore Content Hub™ zu. Dieses System ermöglicht es Marketern, den gesamten Lebenszyklus ihrer Inhalte zu verwalten, gibt Entwicklern die Freiheit, so zu arbeiten, wie sie es für richtig halten, und stellt die Geschäftsleitung mit Kosteneinsparungen zufrieden.

Erfahren Sie mehr über Argumente für einen Marketing Content Hub.

Jose Santa Ana ist Product Marketing Director bei Sitecore. Sie finden sein Profil auf LinkedIn.