Wenn es um digitale Erlebnisse geht – sei es digitale Marketingkampagnen oder digitale Arbeitsplätze -, ist schneller immer besser.

Eine schnelle Unternehmenswebsite ist für die meisten Marken kein Problem, aber da Marken mehr Kanäle in ihre Omnichannel-Strategie einbeziehen, kann es kann es ein schleppender Prozesssein, den richtigen Content zum richtigen Zeitpunkt in den richtigen Kanal zu bringen.

Die Erstellung von Inhalten ist eine der kritischsten, aber auch anspruchsvollsten Aufgaben für jedes Unternehmen. Marken ohne geeignete Systeme und Prozesse können zwischen Ressourcenmangel, wachsendem Wettbewerb, sich ändernden Trends und der Aufrechterhaltung der Qualität in die Probleme geraten.

Eine entscheidende Frage für Unternehmen, die die Effizienz ihrer Content-Prozesse verbessern möchten, lautet: Wie werden Inhalte strukturiert und verwaltet? Werden alle Inhalte wie eigenständige autonome Blöcke behandelt? Oder unterstützen Systeme und Prozesse die Content-Verwaltung auf noch granularerer Ebene? Können zum Beispiel Fragmente und Blöcke von Inhalten in einem bestimmten Paper, Blog oder Artikel getrennt von der ursprünglichen Quellseite oder dem Originaldokument getaggt, verwaltet und zugänglich gemacht werden?

In diesem Blog untersuchen wir die Argumente für die Verwaltung von Inhalten in Form von Fragmenten oder Blöcken kleinerer, wiederverwendbarer Inhalte. Wann, wo und wie sollten Marketer versuchen, Inhalte auf dieser granulareren Ebene zu verwalten?

Was ist Content-Modularisierung (und warum ist sie nützlich)?

Content-Modularisierung ist der Prozess der Erstellung kleiner Content-Blöcke, die vorab genehmigt, gespeichert und über alle Kanäle wiederverwendet werden.

Die Idee von Inhalten als Blöcke, die wiederverwendet und gemischt und angepasst werden können, ist von Vorteil, wenn Sie die Omnichannel-Option ziehen. Mit diesem Ansatz müssen Marketer keine neuen Inhalte erstellen. Stattdessen verfügen sie über einen Bestand an zuvor erstellten Inhalten (eventuell ursprünglich für einen anderen Kanal, eine andere Kampagne oder Region), die sie dann wiederverwenden können. Derartige wiederverwendbare Inhalte ermöglichen eine höhere Qualität und Konsistenz bei der Erstellung von Inhalten.

Dieser Prozess der Modularisierung von Content ermöglicht eine bessere Personalisierung. Die Anpassung von Content an verschiedene Personas über verschiedene Kanäle hinweg kann für Marketingteams eine Herausforderung darstellen. Content muss situationsrelevant sein, damit er für verschiedene Kanäle adaptiert werden kann, was durch Content-Modularisierung möglich ist. Die Module erleichtern die kontextabhängige Bearbeitung und ermöglichen schnellere Personalisierungskampagnen für mehrere Kanäle.

Modularisierung trägt auch zur Beschleunigung der Kampagnenerstellung bei, da Marketer Zugang zu diesen vorgefertigten, genehmigten Blöcken haben, die ihnen helfen, Kampagnen schneller zu erstellen. Sie müssen nicht jedes Mal Content genehmigen lassen, da er bereits bei der ersten Produktion genehmigt wurde. Beispielsweise kann eine Marke Produktinformationen auf ihrer Website, ein Datenblatt und eine mobile App haben. Jedes dieser Elemente kann unterschiedliche Granularität aufweisen, mit unterschiedlichem Layout und unterschiedlichen Kombinationen derselben Art von strukturierten Inhalten. Aus diesen kleineren Elementen kann ein modularer Inhalt erstellt und einfach zur Wiederverwendung zur Verfügung gestellt werden.

Modulare Inhalte unterstützen auch agile Marketingstrategien, was für 49 % der Marketer, die bis2021 auf agile Arbeitsweisen umsteigen wollten, eine gute Nachricht ist. Traditionelle Marketingstrategien, die zu Ineffizienz und doppelter Arbeit für Marketingteams führen, sind verpönt, da Marketer akut auf agile Methoden umsteigen. Content-Modularisierung bietet einen Schritt in diese Richtung, indem sie es Unternehmen ermöglicht, mit der ständig steigenden Nachfrage von ihrer Zielgruppe nach Content Schritt zu halten.

Modularisieren oder nicht modularisieren

Die Verbesserung der Geschwindigkeit und die Steigerung des Werts von Inhalten durch Wiederverwendung sind Vorteile der Modularisierung. Dennoch stellt sich vielen Marketern die Frage, wie Sie entscheiden, wo und wann Sie modularisieren sollen.

Idealerweise beginnt die Modularisierung von Inhalten bereits in der Erstellungsphase. Für viele Unternehmen wird Content für einen bestimmten Kanal erstellt. Jeder Kanal arbeitet in Silos, was zu Problemen in Bezug auf Orchestrierung und Konsistenz führt, da diese Kanäle nicht synchronisiert sind. Um Inhalte effizient wiederverwenden zu können, müssen diese Inhalte bei ihrer Erstellung zentralisiert werden.

Dass Content zentralisiert ist bedeutet jedoch nicht, dass er auch die Elemente enthält, die für die Modularisierung von Inhalten sinnvoll sind. Unternehmen sollten zuvor erstellte Inhalte analysieren, um festzustellen, ob es Elemente gibt, die kombiniert werden können, um einen modularen Inhalt zu erstellen.

Ein kritischer Faktor, der bei der Entscheidung über die Modularisierung berücksichtigt werden sollte, ist die Haltbarkeit der Inhalte. Wird dieser Inhalt langfristig relevant sein? Ist er langfristig relevant oder handelt es sich um aktuelle Nachrichten? Je langfristiger relevant, desto mehr spricht für eine Granularisierung. Wenn er nur einen oder zwei Monate lang relevant ist, macht Modularisierung wenig Sinn.

Wann und wo Content modularisiert werden soll

Sagen Sie Nein zu wenig überzeugenden Inhalten 

Vielleicht lässt sich der Fall der Modularisierung am besten daran verdeutlichen, was zu einer fehlenden Modularisierung führt. Inhalte, die nicht zentral in kleinen, vorab genehmigten Blöcken gespeichert werden, die Marketer schnell finden und nutzen können, sind in der Regel das Ergebnis von Content-Silos, die zu doppelten Inhalten und langsamen Content-Lieferzeiten führen.

Content, der nicht modular ist, kann Content-Bereitstellung verlangsamen, aber der Erstellungsprozess stagniert ebenfalls. Mangelnde Transparenz darüber, was andere Teammitglieder auf anderen Kanälen tun, kann dazu führen, dass zu viel Zeit für Doppelarbeit oder Aufgaben aufgewendet wird, die keine wertvollen Ergebnisse liefern.

Wenig überzeugende Content-Elemente machen Marketingteams außerdem anfällig für schnelle Veränderungen und schränken ihre Agilität ein. Bei der Erstellung von Kampagnen fehlt es an Berechenbarkeit, und es kann schwierig sein, sich schnell an externe Veränderungen anzupassen, die die Marketingarbeit beeinträchtigen können.

Optimieren Sie Ihre Omnichannel-Strategie

Mit dem Wachstum der Content-Prozesse und -Kanäle  wachsen auch die Prozesse und Systeme, die diese Entwicklung unterstützen. Wie wir gesehen haben, besteht ein wichtiger Teil des Prozesses darin, dass die Teams festlegen, welche Inhalte modularisiert werden sollten, und sich darauf einigen, ihre Content-Bibliotheken zu zentralisieren. Im nächsten Schritt auf dem Weg zu effizienteren Content-Prozessen sollte sichergestellt werden, dass die zugrunde liegende Technologie-Ebene leicht auf modularisierten Content zugreifen und ihn breit verteilen kann.

Oftmals ist eine Headless-Architektur zur Optimierung dieser Content-Prozesse ideal. Headless-Lösungen entkoppeln das Backend, das die Content-Prozesse verwaltet, von der Content-Delivery-Ebene. Eine Headless-Architektur macht Inhalte extrahierbar und entkoppelbar, sodass sie effizient über unterschiedliche Kanäle verwaltet werden können, anstatt in einem Bereich isoliert zu werden.

In Sitecore können verschiedene Komponenten als separate Elemente gespeichert und dann für andere Kanäle und Touchpoints neu zusammengestellt werden. Dieser Ansatz beschleunigt den Content-Lifecycle, wie oben erwähnt, da Marketer über eine Bibliothek mit vorab genehmigten Inhalten verfügen, aus denen sie auswählen und Kampagnen erstellen können.

In Kombination mit der richtigen Technologie kann modularer Content die Content-Bereitstellung durch einen zweigleisigen Ansatz unterstützen:

  1. Mit Sitecore ContentHub haben Sie eine effiziente Content-Erstellung, -Genehmigung und -Verwaltung, die es Marketern leicht macht, sofort einsatzbereite kleinere Inhalte zu erstellen und zu finden.
  2. Mit Sitecore Experience Edge erhalten Sie eine leistungsstarke Bereitstellungsplattform  mit allen notwendigen Tools, um Content schnell und einfach über unterschiedliche Kanäle bereitzustellen.

Einfach zugänglicher granularer Content, kombiniert mit einem markterfreundlichen Veröffentlichungserlebnis, ist genau das, was Omnichannel-Marketing erfordert. Als Innogy Content über mehrere Websites verteilt hatte, bot ein Headless-CMS alles, was es für die Zentralisierung brauchte, und zudem eine Möglichkeit, sich an zukünftige Trends anzupassen.

„Eine einheitliche Plattform gibt uns die Möglichkeit, schneller auf unvorhergesehene Entwicklungen zu reagieren, zum Beispiel in den Kanälen, über die Verbraucher und Unternehmen mit uns in Kontakt treten“, so Toon Wijnands, Enterprise Architect bei Innogy.

Erfahren Sie in unserem On-Demand-Webinar„You need modular content creation for better omnichannel“, wie modularer Content für schnelle Omnichannel-Erlebnisse sorgt.

Jose Santa Ana ist Product Marketing Director bei Sitecore. Sie finden sein Profil auf LinkedIn.