Triumph Motorcycles benötigte ein Tuning für seine Website. Der Motorradhersteller mit Sitz in Hickley, England, ist seit 118 Jahren für seine leistungsstarken Motorräder mit markantem Design und besonderem Flair bekannt.

Doch die Website wurde den Produkten nicht mehr gerecht.

Daher wandte Triumph Motorcycles sich an die internationale Digitalagentur Dept. Sie sollte eine Roadmap entwickeln, um das Kundenerlebnis auf triumphmotorcycles.com zu verbessern und gleichzeitig wertvolle Dateneinblicke zu gewinnen sowie den Umsatz zu steigern. Das Ergebnis ist eine digitale Lösung mit dynamischem Aussehen und Responsive Design, die Datenerfassung und Konfiguration ins Zentrum der Geschäftsstrategie von Triumph rückt.

Andy Jackson, Global Head of Digital bei Triumph Motorcycles, wandte sich vor vier Jahren an Dept, da die Agentur Lösungen zur Steigerung des Umsatzes und des Marktanteils im gesamten globalen Wirkungsfeld von Triumph anbot. Triumph hat außerdem vor sieben Jahren eine Partnerschaft mit Sitecore geschlossen, um seine globale Präsenz in 30 Ländern und 11 Sprachen zu erweitern.

Jackson sprach mit Kyle Cassidy, Head of UX Design and Insights bei Dept, auf dem Sitecore Symposium 2020 bei einer Breakout-Session mit dem Titel „How Triumph Motorcycles is using Sitecore to help bikers find the perfect ride“.

Sitecore DXP entwickelt Konfigurator und E-Commerce-Funktionen

Mithilfe der leistungsstarken Personalisierungsfunktionen aus der Digital Experience Platform von Sitecore entwickelte Triumph einen interaktiven Motorrad-Konfigurator und einen neuen E-Commerce-Store. Seit der Einführung im Januar 2020 in 26 Märkten ist der Konfigurator zum Vorzeigeprojekt von Triumph geworden. Nutzer können ihre Motorräder selbst konfigurieren und Modell, Hubraum, Preisspanne und Oberfläche auswählen.

Bei der Konfiguration können auch Daten erfasst und Kundenprofile erstellt werden.

„Der Konfigurator ist einer unserer wichtigsten Interaktionspunkte auf der Website“, so Jackson. „Er war einer der letzten Bereiche mit veraltetem Code, der ausgetauscht wurde. Der alte Konfigurator war auf Smartphones und Tablets nicht verfügbar und es war unser Ziel, den Kunden ein neues Konfigurationserlebnis auf allen Geräten anzubieten. In Zusammenarbeit mit Dept haben wir eine Roadmap für den Konfigurator mit stufenweisen Releases erstellt.“

Seit der Produkteinführung wurden auf der Website von Triumph laut Jackson mehr als 3,5 Millionen Motorräder konfiguriert. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir dieses Geschäftsjahr bis heute „90 % mehr Umsatz und die Anzahl an hinzugefügten Accessoires pro Konfiguration sind ebenfalls deutlich gestiegen.“

Dept mit Hauptsitz in Amsterdam, Niederlande, erkannte den Wert von Kundeninteraktionen.

„Als wir die Zusammenarbeit begannen, betrieb Triumph eine separate, mobile Standalone-Website, die im Gegensatz zur Desktop-Version nur über eine Click-Down-Navigation verfügte“, erklärte Cassidy. „Wichtige Funktionen wie die Motorrad-Konfiguration waren nicht verfügbar, sodass Kunden mit verschiedenen Geräten auf die Website zugreifen mussten, was zu fragmentierten Kundenerlebnissen führte. Da 60 % der Nutzer über mobile Geräte auf die Website zugreifen, war der Verbesserungsbedarf deutlich.“

Im Mai präsentierte Triumph seinen E-Commerce-Bereich mit einer Auswahl an Motorradkleidung.

„Auf diese Weise können Triumph-Fans Kleidung direkt online kaufen anstatt bei einem Händler. Dies bietet Triumph zusätzliche Wachstumschancen und eine Diversifizierung der direkten Umsatzströme“, so Cassidy.

Triumph richtet den Fokus auf drei Digitalstrategien

Jackson erklärte, dass sein Digitalteam sich auf drei wesentliche Geschäftsbereiche von Triumph Motorcycles konzentriert.

  • Nummer 1: Sein Team war in einem Bereich tätig, in dem sich ständig neue Technologien entwickeln. Die Versuchung war groß, zu schnell von einer Sache zur nächsten zu wechseln. „Unser kurzfristiger Fokus muss auf den Ausbau des bereits vorhandenen, umfassenden Technologie-Stacks gerichtet sein. Gleichzeitig müssen wir die Entwicklung von KI (künstliche Intelligenz) und ihr Potenzial für effizienteres Marketing im Auge behalten“, erklärte er.
  • Außerdem hatte die Pandemie das Kundenverhalten nachhaltig verändert.  „Die Kunden suchen nach mehr Möglichkeiten, die Kaufentscheidung online zu treffen. Unser Team muss sicherstellen, dass wir die erforderlichen Tools und Services zur Verfügung haben“, sagte er.
  • Seit Jackson diese Aufgabe vor vier Jahren übernommen hat, verbesserte sein Team die Datenerfassung und Kampagnenverfolgung. „Wir haben ein Datenmodell entwickelt und Zugriff auf nutzbare Daten erhalten. Unser Team muss den Fokus darauf richten, wie wir dies zum wirtschaftlichen Vorteil des Unternehmens einsetzen“, erläuterte er.

Triumph hat jetzt nicht nur eine dynamische Website, sondern auch eine datenorientierte Strategie, die zu fundierteren Geschäftsentscheidungen führt.

„Wir erhalten eine detaillierte Sicht auf Inhalte mit den besten Konversionsraten, Websiteaktionen und Konversionen“, sagte Jackson. „Die Daten ermöglichen uns den Fokus auf Aktivitäten, von denen wir wissen, dass sie Umsätze steigern, Verschwendung von Ressourcen verringern und die Produktivität erhöhen. Wir können überzeugendere Business Cases mit klaren ROI- Messungen zusammenstellen. Dieser Ansatz zeigt uns auch, in welchen Bereichen wir unsere Prozesse verbessern können. Das wirkt sich ebenfalls direkt auf den Umsatz aus.“

Jason Masini ist Director of Content Marketing bei Sitecore. Kontaktieren Sie ihn hier auf LinkedIn.