Es ist eines der heißesten Themen in der Welt der Technologie und spaltet die Meinungen wie kaum ein anderer Trend in der jüngeren Vergangenheit. Sie haben es erraten – wir sprechen vom Metaverse.

Bevor wir in die Welt der Avatare eintauchen, lassen Sie uns zunächst eine wichtige Unterscheidung treffen – zwischen dem, was Unternehmen vermarkten, und dem Gesamtkonzept des Metaverse. Wenn Sie an Meta, den neuen Namen von Facebook, denken, meinen Sie vielleicht, dass sei „das Metaverse“. Aber Meta ist nur eines von vielen unternehmensgesteuerten Produkten, die stattdessen als Kanal betrachtet werden sollten.

Für Marken, die sich auf diesen Weg begeben möchten, empfehlen wir, „das Metaverse“ als ein immersives Erlebnis zu betrachten, das Sie Ihren Kund:innen anbieten, damit sie auf neue Weise mit Ihrer Marke in Kontakt treten können.

Die besten Anwendungsbeispiele bieten Kund:innen ein Erlebnis, das sie sonst nicht hätten. Etwa in Form von Virtual Reality, wie es Meta (das Unternehmen) macht, und für die derzeit ein Headset benötigt wird. Oder es könnte auch etwas handfester sein wie das Erlebnis, das Triumph Motorcycles anbietet, um seine Produkte an die Kund:innen zu bringen, die vielleicht nicht in der Lage sind, Filialen zu besuchen. Sehen Sie sich die Demo von Microsoft, Sitecore, Touchcast und Annata an:

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Wenn Sie darüber nachdenken, Ihre Marke ins Metaverse zu bringen, sollten Sie fünf Dinge beachten:

1. Stimmen Sie sich im Unternehmen auf eine einheitliche Definition des Metaverse ab

Wenn neue Technologien aufkommen, erweist sich eine Abstimmung auf einheitliche Definitionen als äußerst nützlich. Auch wenn dies für einige überflüssig erscheint, sollten Sie eine kurze Umfrage durchführen und sehen, wie viele verschiedene Antworten Sie auf die Frage „Was ist das Metaverse?“ erhalten. Indem Sie sich auf eine Definition festlegen, können Sie die Teams auf Kurs halten, Scope Creep verhindern und neue Kundenerlebnisse besser gestalten.

Suchen Sie nach einer einfachen Definition? Unser Vorschlag lautet: Das Metaverse beschreibt immersive Erlebnisse, die es einer Person ermöglichen, eine Aktivität auszuführen, die sie sonst in diesem Moment nicht durchführen könnte. Gegenwärtig handelt es sich um eine Ansammlung verschiedener, nicht vernetzter Kanäle, zu denen Marken wie Meta und Dreamland sowie immersive digitale Erlebnisse gehören, die – wie das Triumph-Beispiel oben – von Marken geschaffen und bereitgestellt werden. Diese Erlebnisse werden häufig über Digital-Experience-Plattformen bereitgestellt.

2. Identifizieren Sie die unerfüllten Bedürfnisse Ihrer Kund:innen

Eines der Probleme, die Marken mit dem Metaverse haben, ist, dass es oft wie eine Antwort auf eine Frage erscheint, die niemand stellt. Wie Sie am Beispiel von Triumph aber sehen können, kann es bei der Betrachtung der Journey Ihrer Kund:innen Reibungspunkte geben, bei denen ein reiches, immersives Erlebnis wünschenswert wäre – insbesondere, wenn dafür keine zusätzliche Hardware erforderlich ist.

Das Triumph-Beispiel zeichnet zudem aus, dass es sich nahtlos in eine Journey einfügt, die die Kund:innen bereits durchlaufen. Es bietet den Kund:innen etwas Neues und Wertvolles in Form von Informationen und verringert die Zögerlichkeit der Kund:innen bei der Wahl eines Triumph-Produkts.

Selbstverständlich sollten Sie erwägen, ob Ihre Kernkundschaft überhaupt an einem Metaverse-Erlebnis interessiert ist. Aktuelle Untersuchungen von Sitecore haben ergeben, dass Millennials und die Generation Z eher bereit für Metaverse-Erlebnisse sind. Zu den häufigsten Anwendungsfällen zählen das Erleben von Produkten vor dem Kauf, die Verbesserung der Remote-Zusammenarbeit und die Replizierung von physischen Filialen.

3. Bereiten Sie Ihren Content vor

Wie Sie sich denken können, reicht es nicht einfach aus, dass sich eine Marke für eine Metaverse-Strategie entscheidet, um erfolgreich zu sein. Sie brauchen 3D-Assets, Rich Media wie hochauflösende Videos und die Fähigkeit, Erlebnisse im großen Maßstab bereitzustellen. Skalierung im Metaverse kann bedeuten, alle gewünschten Märkte einzubeziehen und gleichzeitig sicherstellen zu müssen, dass Erlebnisse blitzschnell ausgespielt werden. Die Bedeutung von großartigen Content-Erlebnissen wird im Metaverse noch verstärkt, da alles nur für Ihre Marke konzipiert werden muss.

Wenn das alles für Sie noch neu klingt, können Ihre Marketingteams mit einem DAM anfangen, um selbstständig Rich Media zu speichern und zu transformieren. Für Sie ist wichtig, die Tools und die Vision bereitzustellen, mit denen Ihre kreativen Ressourcen das gesamte Spektrum ihrer Fähigkeiten nutzen können.

4. Investieren Sie in Ihre Mitarbeiter

Während Sie Ihren Content in Ordnung bringen, müssen Sie gleichzeitig sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter:innen über die richtigen Kompetenzen verfügen, um die Präsenz Ihrer Marke im Metaverse so zu gestalten, wie Sie es geplant haben.

Wenn Sie zum Beispiel das Metaverse wie Triumph als eine Erweiterung Ihres aktuellen digitalen Erlebnisses nutzen, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre digitalen Teams geschult und für die Skalierung vorbereitet sind. Sie sollten auf jeden Fall moderne Verfahren und Cloud-Technologien nutzen. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da die Geschwindigkeit als Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb angesehen wird. Schnellere Ladezeiten für das Erlebnis führen zu mehr Umsatz. Leider reicht aber auch das Versprechen einer ansprechenderen Erfahrung nicht aus, um die kurzen Aufmerksamkeitsspannen und die geringe Geduld Ihrer Kund:innen zu überwinden.

5. Stellen Sie Mittel bereit (im angemessenen Umfang)

Wir sind überzeugt vom Potenzial des Metaverse und den vom Metaverse inspirierten Erlebnissen, um Marken zu verbessern und die ständig steigenden Erwartungen der Verbraucher:innen zu erfüllen. Es ist gut möglich, dass diese Erlebnisse praktisch jede Branche in irgendeiner Weise infiltrieren werden: vom Kauf von teuren Waren bis zu neuen Wegen bei der Interaktion von Behörden mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Dennoch befinden wir uns bei der Schaffung und Gestaltung dieser immersiven Erfahrungen immer noch in einer frühen Phase.

Wir empfehlen Marken, mit überschaubaren Investitionen zu beginnen, um zu testen, Erfahrungen zu sammeln und zu optimieren, damit Sie Ihre Marke auf Kurs halten können, ohne große, unerwünschte Irritationen zu verursachen.

David Schweer ist VP, Portfolio Marketing bei Sitecore.