Ein Jahrzehnt. So lange waren wir Leader im Gartner Magic Quadrant für Web Content Management.

Doch Web Content Management (WCM) ist heute an sich ein reifer, standardisierter Markt und Gartner hat diesen Bericht inzwischen in den Ruhestand verabschiedet. Der Grund? Nun, wie Gartner im 2019 WCM MQ feststellte: „Auch wenn WCM ein Kernstück der Technology Stacks bleibt, mit denen Kundenerlebnisse unterstützt werden, erweitern sich die nativen WCM-Fähigkeiten über ihre traditionellen Grenzen hinaus. Das Gebot eines umfassenden Kundenerlebnisses und die Integration mit angrenzenden Technologien treiben die Erweiterung in den Bereich der DXPs.“

Dem können wir nur zustimmen.

Und im kürzlich veröffentlichten Gartner Magic Quadrant für Digital Experience Platforms 2020 – in dem wir im dritten Jahr in Folge als Leader positioniert werden – heben die Analysten zwei Markttrends heraus, die eine weitere Diskussion wert sind:

  1. „Entwicklung von hybridem Headless-CaaS zur Unterstützung von Multi-Experience-Strategien, Steigerung der Agilität und Verkürzung der Markteinführungszeit.“
  2. „Ausbildung einer Kluft zwischen produkt- und plattformorientierten Anbietern."

Man könnte diese beiden Trends als zwei einzelne, jedoch miteinander verbundene, Kräfte im Markt betrachten – doch wir glauben, dass die Verbindung sogar noch wesentlich stärker ist, als der Gartner-Bericht verrät. Tatsächlich sind wir davon überzeugt, dass diese Trends zeigen, dass Unternehmen „größer denken“ müssen als DXPs, wenn sie personalisierte digitale Kundenerlebnisse agil, schnell und im großen Maßstab bereitstellen wollen.

Warum ist CaaS wichtig?

Beginnen wir mit der Entwicklung von hybridem, headless Content as a Service (CaaS). Auf einfachster Ebene bezieht sich dies auf ein Content-Management-System, das ein entwicklerfreundliches Modell nach dem Prinzip „einmal erstellen, überall veröffentlichen“ mit Marketer-freundlicher Benutzeroberfläche und Veröffentlichungserlebnis kombiniert. Und, wie Gartner sagt: „Das Unterscheidungsmerkmal ist, dass der Content nahezu immer in einzelne Bestandteile zerlegt wird, granular und atomar.”

Das Wichtige an der Idee von CaaS ist, dass sie der Tatsache Rechnung trägt, dass Content von Natur aus bereits „Omnichannel“ ist (oder sein sollte) – das bedeutet: konsumierbar über Webseiten, mobile Apps, digitale Assistenten, Smartwatches usw. Jedoch wird heute noch eine ganz große Mehrheit von Inhalten in dem Kanal erstellt und verwaltet, in dem sie auch veröffentlicht werden. Dies führt häufig zu doppelten Arbeitsprozessen und einer nur eingeschränkten kanalübergreifenden Weiterverwendung von Content, wodurch Marketer die Content-Erstellung nicht mit dem Volumen und der Geschwindigkeit steuern können, die die Personalisierung erfordert.

Die Lösung für den Engpass bei Ihrem Content

Das bringt uns zu der wachsenden Ungleichheit zwischen produkt- und plattformorientierten Anbietern, weil die Lösung zu diesem Engpass bei der Content-Veröffentlichung in keiner der Funktionen liegt, die Gartner aktuell als Teil eines DXP definiert. Vielmehr sind Digital-Asset-Management-, Content-Marketing-Platform- und Marketing-Resource-Management- Anwendungen die Werkzeuge, die die Bewältigung von Content-Erstellung und -Management als klaren, strukturierten Prozess ermöglichen.

Genau dies ist der Sinn hinter dem Sitecore Content Hub™. Auf einer einzigen, einheitlichen Plattform können Marketer hierüber

  • ihre Prozesse für die Planung, Erstellung, Zusammenarbeit und Kuratierung von Content außerhalb der Veröffentlichungskanäle optimieren.
  • die Kuratierung der granularen Content-Assets von den Veröffentlichungskanälen auf einen zentralen Speicherort verlagern, der für die gesamte Marketingabteilung zugänglich ist – nicht nur für einzelne Teams.
  • die Verantwortung und Governance für Content definieren und modularen Content für die automatische Veröffentlichung in den Kanälen verfügbar machen, in denen er gebraucht wird.

Sie brauchen mehr als eine DXP

Bedeutet das also, dass die Definition von DXP von Gartner falsch ist? Nein, allerdings zeigt es auf, dass eine DXP nur die Nachfrageseite des digitalen Kundenerlebnisses anspricht. Es ist eine Sache, Content as a Service an viele Ausgabestellen zu liefern; es ist jedoch etwas anderes, die zunehmend erforderlichen Content-Mengen zu produzieren, um damit eine große Vielzahl von Produkten, Segmenten, Kanälen und Werbeaktionen zu unterstützen.

Da sich Unternehmen zunehmend von einem webzentrierten zu einem tiefgreifenderen digitalen Multi-Channel-Kundenerlebnis bewegen, ist es wichtiger als je zuvor, die richtige DXP zu wählen – die Grundlage für den Kontakt mit Ihren Kunden über ein digitales Kundenerlebnis, wie sie es inzwischen erwarten. Verlieren Sie jedoch nicht aus dem Auge, was eine DXP nicht bietet, auch wenn eine DXP weit über ein traditionelles Web Content Management hinausgeht. Die Ergänzung Ihrer DXP um einen Content Hub vereint die Planung, Erstellung und Kuratierung von Content mit der Bereitstellung von Kundenerlebnissen und schafft so einen einzigen, zusammenhängenden Prozess, mit dem Sie Ihre Strategie für das digitale Kundenerlebnis für den Erfolg rüsten. 

Matt Krebsbach ist VP of Strategic Messaging and Communications bei Sitecore. Sie finden sein Profil auf LinkedIn.