Ohne ständigen Zufluss wirkungsvoller Content-Ideen kann nicht garantiert werden, dass Ihre Content-Marketing-Strategie aufgeht.

Rund 60 % der Marketer erstellen täglich mindestens ein Content-Element, aber ist dieses auch jedes Mal effizient? Woher wissen Sie, welche Inhalte erstellt werden sollen? Wie weisen Sie knappe Ressourcen für die Content-Erstellung und -Verteilung richtig zu? Welche Kanäle müssen vorrangig behandelt werden?

Für manche Unternehmen ist es ein Ratespiel, wenn sie nach Antworten auf diese wichtigen Fragen suchen. Das Bauchgefühl ersetzt hierbei handfeste Daten. Andere Unternehmen neigen dem gegenteiligen Extrem zu und konzipieren den Content-Planungsprozess so überaus gründlich, dass die Marketingkampagnen ausgebremst werden und Kreativität erstickt wird.

Technologie spielt zweifellos eine Rolle. Doch die von Ihnen eingerichteten Prozesse werden entweder Ihre Content-Marketing-Engine ölen oder Sand ins Getriebe streuen. In diesem Artikel aus unserer Serie über die Herausforderungen beim Content-Management beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Ihr Content-Planungsprozess aussehen sollte.

Was bedeutet Content-Planung (und wofür brauchen Sie sie)?

Wie der Name schon sagt, bezieht sich die Content-Planung auf die Prozesse der Ideenfindung, Konzeption, Zusammenarbeit, Bearbeitung und Optimierung von Inhalten.

Die entscheidenden Fragen bei der Content-Planung sind:

  • Haben Sie wirklich einen durchgängigen Prozess? Wenn ja, wie ausgereift ist er?
  • Wie würde der ideale Prozess aussehen? Und warum?
  • Wo ist eine Automatisierung oder Rationalisierung möglich?
  • Welche Auswirkungen hat es, wenn der Prozess nicht optimiert wird?

Um diese Fragen im Sinne Ihres Unternehmens zu beantworten, sollten Sie bei der Entwicklung Ihrer Content-Planungsstrategie sechs Schritte beachten:

1. Definieren Sie Ziele für jedes Content-Element

Machen Sie die granulare Zielsetzung zu einem festen Bestandteil Ihrer Content-Erstellung. Indem Sie jedem Inhalt ein Ziel zuweisen, kann sich Ihr gesamtes Team an demselben Ziel und derselben Zielgruppe orientieren und die Inhalte individuell daran ausrichten.

Grundsätzlich müssen für jedes Content-Element drei Ziele aufgestellt werden:

  1. Themenabdeckung und Auffindbarkeit: Festigt Ihre Position als Nischenautorität und gibt Orientierung für die Content-Erstellung, um den Absichten der Nutzer gerecht zu werden.
  2. Markensprache und emotionale Bindung: Führt die Content-Erstellung zu einer positiven Zielgruppenreaktion und erzeugt eine konsistente Markensprache, die verbindet und inspiriert.
  3. Reichweite und Kundenansprache: Bietet schnellen und detaillierten Einblick in die Reaktion der Zielgruppe und leitet die Content-Erstellung in Richtung digitaler Ziele und Zielgruppen.

2. Identifizieren Sie Inhaltslücken

Das Letzte, was Sie möchten, ist, Inhalte doppelt auszuspielen. Dass eigene Blogbeiträge auf Google gegeneinander antreten, ist ebenso wenig wünschenswert wie die Veröffentlichung von zwei sehr ähnlichen YouTube-Videos.

Durch die Prüfung Ihrer bereits veröffentlichten und noch unveröffentlichten Inhalte können Sie herausfinden, welche Themen Sie bereits behandelt haben und welche noch mehr Aufmerksamkeit erfordern. Sie sollten sowohl nach Content-Typ als auch nach Content-Zielgruppe herausfinden können, welche Inhalte derzeit verfügbar sind. So erhalten Sie ein umfassendes Verständnis darüber, wo Ihre Inhalte noch lückenhaft sind.

Dieser Schritt ist grundlegend, um Ihre Content-Strategie voranzutreiben. Deshalb ist die Sitecore Content Marketing Platform mit einem Strategy Board ausgestattet, das Marketer und Content-Autoren mit anpassbaren Dual-Pivot-Ansichten dabei unterstützt, ihre Content-Lücken zu visualisieren.

3. Priorisieren Sie Trendthemen

Sprechen Sie mit internen Stakeholdern, Partnern und Anbietern über die Trends in Ihrer Branche. Oder noch besser: Sprechen Sie direkt mit Ihren Kunden und Zielgruppen, mit welchen Problemen sie konfrontiert sind und welche Inhalte sie am liebsten konsumieren möchten.

Sie können auch Tools wie Google Trends und Ahrefs nutzen, um Trendthemen und Keywords zu ermitteln, die Sie zur SEO und zur Unterstreichung Ihrer Rolle als Thought Leader in Ihren Content integrieren können.

4. Bewerten und weisen Sie verfügbare Ressourcen zu

Stehen Ihnen Autoren oder Agenturen zur Verfügung, um die von Ihnen identifizierten Content-Lücken und Trendthemen zu bearbeiten?

Vielleicht haben Sie Autoren, Videografen oder Social-Media-Manager, die sich auf verschiedene Themen konzentrieren können. Ihre Aufgabe ist es jetzt, jedes Thema Personen oder Teams zuzuordnen, die über die erforderlichen Kenntnisse verfügen, um Inhalte zu erstellen, die dem Verbraucher einen Mehrwert bringen.

Wenn Sie nicht über die richtigen Ressourcen für ein besonders vorrangiges Thema verfügen, bewegen Sie sich zunächst in der Prioritätenliste nach unten, bis Sie die richtige Person für die Aufgabe finden.

5. Lernen Sie aus Erfahrungen

Vergessen Sie nicht, Kennzahlen für die Wirksamkeit Ihres Contents zu analysieren, um zu sehen, welche Inhalte und Themen bei Ihrem Publikum am besten ankommen. Einige Themen und Content-Typen sollten sich von anderen abheben. Geben Sie diesen eine höhere Priorität.

Wenn bestimmte Themen in der Vergangenheit nicht wirksam waren, ziehen Sie in Betracht, sie aus der engeren Auswahl zu nehmen oder aus einer anderen Perspektive anzugehen.

6. Arbeiten Sie Ihre Shortlist ab

Nachdem Sie Schritt fünf erreicht haben, sollten Sie nun eine Shortlist mit Content-Ideen haben, die:

  • individuelle Ziele haben
  • Content-Lücken schließen
  • Trendthemen ansprechen
  • Sie umsetzen können, da Sie über die richtigen Ressourcen verfügen

Wenn alle diese Punkte abgehakt sind, können Sie Inhalte, von denen Sie wissen, dass sie ins Schwarze treffen, systematisch erstellen, schreiben oder aufnehmen, bearbeiten und veröffentlichen.

Sich nicht vorzubereiten heißt, sich auf das Scheitern vorzubereiten

Ohne einen robusten, agilen und intelligenten Prozess für Content-Planung und -Management wird es sehr schwer, aus Ihren Content-Marketing-Kampagnen einen ROI zu generieren.

Indem Sie die sechs beschriebenen Schritte befolgen, können Sie die Schwächen Ihres Content-Planungsprozesses evaluieren und herausfinden, was hinzugefügt, entfernt oder transformiert werden muss.

Neben der Verbesserung des Prozesses zur Entwicklung Ihrer Content-Strategie sollten Sie auch Technologien in Betracht ziehen, um den Prozess skalierbar zu machen. Ein ganzheitliches Asset-Management-System, ein zentraler Content-Kalender und eine zentrale Softwareplattform für die kollaborative Bearbeitung und Qualitätssicherung können Ihre Content-Planungsstrategie erheblich verbessern.

Sie möchten mehr über weitere Möglichkeiten zur Optimierung Ihrer Content-Aktivitäten erfahren?

Unser marketerfreundlicher Leitfaden „Überzeugende Argumente für einen Marketing Content Hub“ zeigt, wie ein Content Hub die Content-Erstellung und -Veröffentlichung revolutionieren kann, und ist der ideale nächste Schritt für ein Content-orientiertes Marketingteam.

Jose Santa Ana ist Product Marketing Director bei Sitecore. Sie finden sein Profil auf LinkedIn.