KAPITEL 1

Auch im Enterprise Commerce gilt: Alles dreht sich um den Kunden

Enterprise Commerce geht vom finalen Ziel aus, das die größten wie die kleinsten Unternehmen bei ihrer Suche nach Online-Lösungen vereint: zufriedene Kunden. Um dieses Ziel zu erreichen und positive Bewertungen und wiederkehrende Kunden zu erhalten, muss das Erlebnis des einzelnen Nutzers nahtlos, reibungslos und vor allem mühelos gestaltet werden. Genau wie traditionelle Face-to-Face-Transaktionen im analogen Zeitalter müssen auch digitale Lösungen einen hochwertigen Kundenservice schaffen.

E-Commerce-Unternehmen müssen einen positiven ersten Eindruck hinterlassen, zumal den Kunden heute mehr Auswahlmöglichkeiten als je zuvor zur Verfügung stehen. Ganz getreu der alten Redewendung: Für einen guten ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Die Kunden müssen in der Lage sein, ohne Komplikationen durch Produkte zu browsen, zu shoppen und den Einkauf abzuschließen. Programmierschnittstellen (APIs), ob intern oder von externer Seite entwickelt, müssen so designt, getestet und vielseitig genug sein, dass sie alle gängigen Kundenanforderungen erfüllen.

Wir wissen, welche Bedeutung Enterprise Commerce für die Unternehmen wie deren Kunden hat. Doch klären wir zunächst, wie genau sich Enterprise Commerce definiert.

KAPITEL 2

Was ist Enterprise Commerce?

Im weitesten Sinne bieten Enterprise-Commerce-Unternehmen verschiedene Produkte oder Dienstleistungen an, typischerweise mit weltweiter Präsenz und mit Jahresumsätzen im Bereich von mehreren Millionen Euro. Dabei kann es sich um Hersteller wie um Händler mit jeweils zahlreichen Standorten handeln. Diese errichten ihre Infrastrukturen aus einem Pool aus unterschiedlichen finanziellen und technischen Quellen, setzen ihre Managementteams ein und vermarkten skalierbare Services für Kunden auf individueller Basis oder auf B2B-Ebene.

Weil Kunden die Währung des Enterprise Commerce sind, müssen erfolgreiche Unternehmen Plattformen entwickeln, die eine Vielzahl von Kundentransaktionen und Kundenkontakten bewältigen können. Die Akquisition, Verwaltung und Pflege eines Kundenstamms ist entscheidend für die Wettbewerbsstrategie eines Enterprise-Commerce-Unternehmens. Enterprise-Commerce-Unternehmen müssen über eine 360-Grad-Sicht auf ihre Kunden verfügen. Messgrößen wie Traffic, Konversionsrate und durchschnittlicher Bestellwert bestimmen die Effizienz eines Unternehmens im Service für seine Kunden.

In diesem Artikel beleuchten wir, wie Enterprise Commerce heute aussieht, was Unternehmen von einer Enterprise-Commerce-Lösung erwarten sollten und wie die besten Lösungen die erforderlichen Backend-Prozesse für personalisierte E-Commerce-Journeys rationalisieren, mit denen Transaktionen, Markentreue und Kundenfürsprache vorangetrieben werden.

Kapitel 3

So sehen Enterprise-Commerce-Lösungen heute aus

Unternehmenssoftware, die auch als Enterprise Application Software (EAS) bezeichnet wird, wird entwickelt, um die Bedürfnisse einer vielfältigen, großen Organisation und nicht die einzelner Benutzer zu befriedigen. Unternehmenssoftware verwaltet die Frontend-Verkäufe und den Backend-Betrieb und lässt sich gleichzeitig in die wichtigsten Business-Tools integrieren. Die Software kann die Produktivität und Effizienz des Unternehmens durch Unterstützung der Unternehmenslogik verbessern. Sie können sie entweder selbst hosten oder lokal installieren.

Zu den Arten von Organisationen, die unternehmensbezogene E-Commerce-Systeme nutzen, gehören Unternehmen, Schulen, staatliche Stellen, Wohltätigkeitsorganisationen, Vereine, interessenbezogene Gruppen und so weiter. Enterprise-Commerce-Software kann in der Cloud gehostet oder lokal installiert werden und zeichnet sich durch ihre Leistung, Skalierbarkeit und Robustheit aus. EAS hat in der Regel Schnittstellen zu anderer Unternehmenssoftware, wie z. B. dem Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) für Verzeichnisdienste oder Namensdienste.

EAS kann Abteilungen unter einem zentralen Punkt zusammenbringen und eine zuverlässige Kommunikationsplattform ermöglichen. Dazu gehört die Integration mit anderen Unternehmenssystemen, darunter Buchhaltungs-, Bestands- und Customer- Relationship-Management (CRM)-Systeme. Und haben wir schon erwähnt, dass das alles skalierbar sein sollte?

Bestimmte standardisierte Produktkategorien passen auch zu den Kategorien der Enterprise-Software. Dazu gehören:

  • Business Intelligence (BI)
  • Geschäftsprozess-Management (BPM)
  • Content-Management-System (CMS)
  • Customer-Relationship-Management (CRM)
  • Datenbankmanagement-System (DBMS)
  • Enterprise Resource Planning (ERP)
  • Enterprise Asset Management (EAM)
  • Personalressourcen-Management (HRM)
  • Intrusion-Detection und -Prevention (IDS)
  • Wissensmanagement (KM)
  • Low-Code-Entwicklungsplattformen (LCDP)
  • Produktdatenverwaltung (PDM)
  • Produktinformationsmanagement (PIM)
  • Product-Lifecycle-Management (PLM)
  • Security-Information- und Event-Management (SIEM)
  • Supply-Chain-Management (SCM)
  • Software-Konfigurationsverwaltung (SCM)
  • Software-definierte Vernetzung (SDN)

Sicherheit ist entscheidend für jede Enterprise Software. Unternehmen können sich keine Sicherheitslücken bei Kundendaten, Ausfallzeiten ihrer Website oder unzusammenhängende Nutzererlebnisse leisten. Ihre Kunden willigen ein, kritische personenbezogenen Daten zu übermitteln. Genau zugeschnittene Transport-Layer-Security (TLS)- Zertifikate, Single Sign-on und Google-Trusted-Store-Tags sollten Teil jeder einzelnen Transaktion sein.

Zusätzlich benötigen Unternehmen robuste Sicherheitmechanismen zum Schutz ihrer lokalen wie cloudbasierten Infrastruktur. Außerdem müssen sie externe Anbieter auf ihre Sicherheit überprüfen. Dazu gehört auch die Sicherung der rasch wachsenden Zahl von Endpunkten, die über Geräte im Internet der Dinge (IoT) vernetzt sind, beispielsweise Smartphones oder Sprachassistenten.

Und, wo wir bei der Sicherheit sind: Wo steht Enterprise-Commerce in Bezug auf die Blockchain-Technologie? Als dezentrale, verteilte und häufig auch öffentliche Digital-Ledger-Technologie, die Kryptographie nutzt und gegenüber der Verfälschung von Daten resistent ist, bietet die Blockchain ein zuverlässiges Identitätsmanagement, das digitale IDs für die Verifizierung ermöglicht, und reduziert so das Risiko von Identitätsdiebstahl und anderen Cybersicherheitsproblemen. Und doch ist sie bisher nicht breit eingeführt – aufgrund ihres von Natur aus berechtigungsfreien Charakters und der Tatsache, dass sie nicht den Gesamtbedarf von Unternehmen erfüllen kann. Nichtsdestotrotz arbeiten Blockchain-Forscher weiterhin an der Integration der Technologie in das Enterprise-Commerce, wo sich dies anbietet.

Kapitel 4

Darauf sollten Sie bei einer Enterprise-Commerce-Lösung achten

Moderne Supermärkte und offenen Gastronomiebereiche von Malls sind deswegen so attraktiv für Kunden, weil sie ein Einkaufs- bzw. Gourmet-Erlebnis aus einer Hand anbieten. In manchen Supermärkten können Kunden nur wenige Gänge von der Fleischtheke entfernt Schmuck einkaufen. In Food-Courts können Sie einen Burger mit Pommes essen, während andere aus Ihrer Gruppe chinesische Gerichte vom nächsten Anbieter essen.

Genau diese Art von Wahlmöglichkeiten beschreibt auch gut den Enterprise Commerce. Nichts ist so praktisch wie die Zusammenlegung von Services in einer einzigen Managementplattform. Konkurrenzfähige E-Commerce-Plattformen bieten Bestands-, Katalog-, Auftrags- und Kundenmanagement gleichzeitig und enthalten zusätzlich Engines für die Preisgestaltung und kontextbezogene Werbeaktionen . Diese Funktionen und Merkmale müssen außerdem über sämtliche Geräte und Kanäle hinweg integriert werden.

Durch Verwaltung der Kundendaten am selben Ort wie ihr Content können Enterprise-Commerce-Organisationen die Prozesse der Entwicklung und Bereitstellung von Kundenerlebnissen deutlich vereinfachen und so Transaktionen, Markentreue und sogar die Kundenfürsprache steigern.

Die Bemühungen, mit der E-Commerce-Technologie mitzuhalten, können für Enterprise-Unternehmen jedoch teuer sein, Abläufe stören und erfordern kontinuierliche Updates.

Ist es besser, Ihre eigene Lösung mithilfe zahlreicher spezialisierter Anbieter zu entwickeln oder sich für ein schlankes Paket aus Anwendungen von einem einzigen Anbieter zu entscheiden?

Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich von den spezifischen Anforderungen ab. Eine vollständige E-Commerce-Plattform enthält eine Unmenge an anspruchsvollen Werkzeugen und Funktionen und steht für einen zukunftssicheren Entwicklungsansatz. Sitecore Experience Commerce™ (XC), die E-Commerce-Lösung von Sitecore, ermöglicht seinen Kunden personalisierte Erlebnisse, inklusive der Markenentwicklung durch integrierte Marketing- und Promotion-Funktionalität und umfassenden Content-Management-Lösungen für den Support von Sitecore-Kunden und deren Kunden.

Neben einem umfassenden Angebot an Werkzeugen zur Verwaltung von Storefronts für den digitalen Handel bietet Sitecore XC eine offene Architektur, sodass sich weitere Anwendungen flexibel integrieren lassen.

Die besten Plattformen bieten Funktionen und Merkmale wie Mobile-Responsive Design, individuell anpassbarer Bezahlvorgang, App-Kataloge, Multi-Channel- Vertriebsoptionen über Social-Media-Kanäle, Werkzeuge für Datenberichte sowie Schnittstellenoptionen (APIs).

Die Optionen sind da – es ist also eine Frage der Entscheidung für die Enterprise-Commerce-Unternehmen, was das Beste für ihre Kunden ist.

Kapitel 5

Fazit

Enterprise Commerce muss sich zusammen mit seinen Endkunden kontinuierlich weiterentwickeln. So viel hat sich daher seit den Tagen der manuellen Registrierkassen gar nicht geändert, die in den Gemischtwarenläden auf dem Land mit einem lauten Klingeln das Bargeld verwalteten. Heute, in der globalen Wirtschaft, geht es darum, digitale Lösungen einzuführen, die das Kundenerlebnis ganz individuell anpassen, Unsicherheiten in Bezug auf den Kunden eliminieren und effiziente und sichere Transaktionen auf zahlreichen Geräten einschließlich Mobilgeräten schaffen. Ganz gleich, ob es sich um Unternehmen, Schulen, Behörden oder Interessengruppen handelt: Enterprise-Commerce-Organisationen müssen die ungehinderte Interaktion für ihre Kunden und den komplikationslosen Einkauf von Produkten sicherstellen. Ihre Existenz hängt davon ab.